Die Neuroophthalmologie ist ein Spezialgebiet der Augenheilkunde, welches sich mit den Auswirkungen neurologischer Störungen
auf das Sehsystem befasst. Man rechnet, dass etwa die Hälfte der Gesamtleistung des zentralen Nervensystems allein auf den komplexen Prozess der visuellen Wahrnehmung entfällt. Dies erklärt auch,
warum das visuelle System so anfällig ist und deshalb bei so vielen neurologischen Krankheitsbildern erhebliche Sehstörungen auftreten können.

Neurologische Krankheitsbilder, die sehr häufig Sehstörungen mit
sich bringen können, sind beispielsweise Zustände nach Schädelhirn-
verletzungen, Schlaganfällen und natürlich die Multiple Sklerose.
Aber es gibt darüber hinaus eine ganze Reihe weniger bekannte neurologische Krankheitsbilder, die ebenfalls gravierende Störungen
des Sehsystems bewirken können.

Die häufigsten neuroophthalmologischen Störungen betreffen die Kontrolle von Augenstellung und Augenbeweglichkeit, weshalb Doppelbilder und "Augenzittern", auch Nystagmus genannt, hierbei Leitsymptome sind.

© Rolf Abraham
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